Verordnung Beiträge für Härtefälle im Kanton Freiburg

 

Der Staatsrat des Kantons Freiburg hat eine dritte zusätzliche Massnahme für Härtefälle bestimmt. Die entsprechende Verordnung hat er am 16. November 2020 beschlossen.

 

Diese Verordnung regelt die Bedingungen, unter denen der Staat Freiburg eine finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die als „Härtefall“ infolge der Corona-Krise gelten, gewähren kann. Die Härtefallmassnahmen können in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen, Darlehen, Bürgschaften oder Garantien gewährt werden.

 

Die Kriterien für die Anerkennung als Härtefall entsprechen den Anforderungen des Bundes. Informationen zu dieser Massnahme, die Liste der einzureichenden Unterlagen und das Formular für die Gesuchstellung sind unter https://www.promfr.ch/de/covid-19/wmhv/ verfügbar. Auf dem Link ist ebenfalls ein Excel-Dokument für die Berechnung des Härtefalls.

 

Link für Härtefälle im Kanton Freiburg                                                       Weiter

 

Grundsatz

Für die Berechnung und die Form der finanziellen Unterstützung werden die Fixkosten und das Eigenkapital, beziehungsweise die Vermögenssituation, des Unternehmens und seiner wichtigsten wirtschaftlichen Berechtigten berücksichtigt (sobald eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft mind. 1/3 erreicht.

 

Der Härtefallbeitrag besteht in der Übernahme eines Teils der Fixkosten des Unternehmens zu einem prozentuellen Anteil, der höchstens der Umsatzeinbusse entspricht. Die berücksichtigten Fixkosten beinhalten:

  • Die bezahlten Löhne nach Abzug der Kurzarbeitsentschädigung, der COVID-19 Erwerbsausfallentschädigung und der kantonalen Ergänzungsbeiträge nach MUSG
  • 50% der Kosten für Werbung und Vertretung und vergleichbarer Kosten
  • Die anderen Fixkosten, die direkt in Verbindung mit dem Betrieb stehen (Miete, Strom usw.) nach Abzug anderer damit verbundener Beiträge, die bereits im Rahmen einer Massnahme gewährt worden sind.

 

Höchstbetrag und Dauer

Der Beitrag beläuft sich pro Unternehmen unabhängig von seiner Form auf höchstens 10% des durchschnittlichen Umsatzes, höchstens jedoch CHF 500‘000.

Diese Massnahmen werden für die Zeit vom 1. April 2020 bis 30. April 2021 gewährt.

 

Fristen zur Einreichung des Gesuches:

  • 31. Januar 2021 für den Unterstützungszeitraum vom 1. April 2020 – 30. September 2020
  • 31. Januar 2021 für das vierte Quartal 2020. (Das Unternehmen kann ein einziges Gesuch für die ganze Unterstützungsperiode 2020 stellen.)
  • 30. April 2021 für das erste Quartal 2021.
  • Die Verordnung gilt bis am 30. Juni 2021. Je nach Entwicklung der Lage kann ihre Geltungsdauer verlängert werden.

 

Unterlagen, die dem Gesuch beizulegen sind:

  • die Jahresabschlüsse 2018 und 2019
  • der Umsatz 2020
  • Personalkosten für den Zeitraum, für den das Gesuch gestellt wird
  • die Abrechnung der bezogenen Kurzarbeitsentschädigung, der Erwerbsausfallentschädigung, der kantonale Ergänzungsbeiträge nach MUSG und gegebenenfalls der Beiträge gemäss WMMV und BMSV
  • die Bestätigung, dass das Unternehmen regelmässig die von ihm geschuldeten zu bezahlenden Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat
  • die Bestätigung, dass das Unternehmen bei den Steuern auf dem aktuellen Stand ist, insbesondere was die Einhaltung der Fristen für die Abgabe der Steuererklärung, die Steuerzahlungen und das Inkasso der Quellensteuern seiner Angestellten betrifft
  • aktueller Betreibungsauszug
  • eine mittelfristige Finanzplanung